Durch ein Fenster – nach Nick Bantok

Die Spielerei ist aus Nick Bantoks Buch: Du bist ein Künstler – Eine inspirierende Reise zur Kreativität und zu sich selbst. Aus dem Allegria Verlag

Nick Bantok – „Du bist ein Künstler“

Ein tolles Buch mit 49 originellen und pfiffigen Übungen. Z.B.: Durch ein kleines Fenster einsteigen (meine Übung dazu gibt es im Block), Wörter erfinden, Würfelspiel, Collage mit vier Quadraten usw.

Das Buch beginnt mit den Worten:

Wenn sie den Weg zur Kreativität abkürzen möchten … dann ist dieses Buch nicht das richtige für sie. Wenn sie aber Lust verspüren, sich von einem Burschen mit zweifelhaftem Ruf auf verborgenen Pfaden abseits der bekannten schnurgeraden Straßen hierhin und dorthin führen zu lassen, …, dann zögern sie nicht, sich auf dieses Buch einzulassen.

ISBN 978-3-7934-2271-6 Allegria Verlag

William Kentridge im Liebighaus

Vor circa 10 Jahren besuchte ich das Frankfurter Liebighaus zum ersten Mal und war begeistert. Ich mag schöne Häuser und die Villa Liebig ist ein außergewöhnliches schönes historisches Gebäude. Besonders im oberen Geschoss bekommt der Besucher eine Ahnung, wie es vor der Zeit der Museumsnutzung aussah.

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Aktuell zeigt das Liebighaus die Ausstellung von William Kentridge – O Sentimental Machine. Sie dauert noch bis zum 26.08.2018. Es besteht also noch die ein oder andere Gelegenheit sich diese wunderbar inspirierende Ausstellung anzuschauen.

William Kentridge wurde am 28.04.1955 in Südafrika geboren. Er studierte in Europa und Südafrika. Das spannende an der Ausstellung im Liebighaus ist Verbindung zwischen Antike und Moderne. Die Exponate von William Kentridge wurden harmonisch in die bestehende Ausstellung aniker Stücke eingebunden.

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Das Werk besteht aus Bildern, Film, Skulptur, automatischen Installationen und lädt zum Verweilen und genauen hinsehen und hinhören ein. Ich hatte teilweise das Gefühl mich in einer anderen Welt zu bewegen. Ich empfand die Ausstellung als sehr sinnlich, scharmant, humorvoll, nachdenklich, märchenhaft, realistisch – und ausgesprochen inspiriend.

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Seit meinem Besuch in der Villa Mondrian eine Ausstellung, die mich sehr berührt hat und die ich gerne ein weiteres Mal besuchen möchte.

Und zum guten Schluss: Das Cafe im Liebighaus ist ein schöner Abschluss, um die Ausstellung Revue passieren zu lassen.

Ich bin … (kein Künstler?)

…was? Klein, groß, dick, dünn, dumm, schlau, geistreich, wütend, lustig? Lass dir niemals ein Etikett aufkleben und gib dir selbst keins. Schubladendenken blockiert. Man hat tatsächlich ein Brett vor dem Kopf. Es lässt kein rechts und kein links zu. Es zwingt uns auf einem „vorbestimmten“ Weg zu gehen. Ist das wünschenswert? Niemand ist nur Maler, Musiker, Schriftsteller, Töpfer, Bildhauer usw. „Ich bin“ suggeriert: Ich bin so und so und kann nicht anders. Es kettet uns an unsere Vergangenheit, in der wir dieses Etikett „erworben“ haben. Doch die Vergangenheit ist nicht veränderbar. Die Gegenwart schon.

Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es möglich, dass sich unser Gehirn, selbst in hohem Alter, neue Gewohnheiten einprägen kann. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, ich kann sein/werden, was ich sein/werden möchte. Dazu muss man sich allerdings des schädigenden „Ich bin“ bewusstwerden, um aktiv dagegen wirken zu können.

Wir sollten uns bewusst sein, dass wir nur dieses Leben haben und nicht wissen, wann es endet. Warum wollen wir es frustriert in einer dunklen Schublade verbringen? Viel spannender und befriedigender ist es neugierig und aufmerksam durchs Leben zu gehen, sich mit Dingen zu beschäftigen, die unseren Geist in Schwingungen versetzen und uns Freude zu machen!

Galerie in der Trinkkuranlage zeigt Bertram Schüler

Nach einem sehr coolen Jazzkonzert, des Joachim Kunze Quintett im kleinen Saal der Trinkkuranlage, kam ich an der Galerie in der Trinkkuranlage vorbei. Ich warf einen neugierigen Blick durch die großen Fenster und sah bunte Masken ausgestellt. Da ich Zeit hatte, ging ich hinein, um mich inspirieren zu lassen. Die Ausstellung heißt „HinterSpiegeln“.

Einer der beiden ausstellenden Künstlern heißt Betram Schüler (der zweite Max Weinberg), ist 53 Jahre alt und in Königstein im Taunus geboren.  Seine akademische Ausbildung (Malerei und Skulptur) genoss er an der Städelschule Frankfurt. Heute arbeitet er in Frankfurt, Oldenburg, Paris. Seit 2015 ist er Dozent an der European School of Design Frankfurt.

Masken in allen Größen, Formen und Farben hingen an den Wänden oder waren auf dem Boden drapiert.

Die Masken sind aus allen Arten von Kartons und Kisten hergestellt und farbig bemalt. Sie stellen teilweise bekannt Gesichter dar. Zum Beispiel Frankensteines Monster, einen Pharao, einen Elefantenmenschen usw.

Bertram Schüler sagt: „Affen, Clowns und Narren dürfen alles! Deswegen waren sie mir schon als Kind die Liebsten. Und Fastnacht mein größtes Fest, stärker als Ostern und Weihnachten zusammen… Hinter der Maske ist das Selbst geschützt und keinem Zugriff ausgeliefert. Das sich die Erwachsenen perfekt verstellen, auch ohne sichtbare Maske, wusste ich damals noch nicht…“(Zitat aus dem Handout)

Auf jeden Fall eine spannende Ausstellung, wenn man die Masken auf sich wirken lässt. Die Herstellung ist keine Hexerei und wer mag, kann zu Hause nach dem Vorbild von Bertram Schülers Masken seine eigene Maske herstellen.

Die Ausstellung hat mich auf jeden Fall inspiriert. Eine Collage mit dem Titel „Masken“ gibt es ja schon, aber ich habe eine Idee das Thema auch als „Skulptur“ darzustellen.