Moodboard

Vor Kurzem las ich einen Artikel über Moodboards. Bis dato hießen diese Sammelbretter bei mir noch Pinnwand und wahrscheinlich werde ich den Begriff auch weiter verwenden. Denn Moodboards oder Stimmungstafeln, wie die deutsche Übersetzung lautet, waren meine Pinnwände schon immer.

Schon bevor ich anfing mehr zu schreiben hatte ich Stimmungstafeln Zuhause. Seit ich Romane schreibe, habe ich für das jeweilige Projekt eine eigene Pinnwand, die erst aufgelöst wird, wenn es zu Ende ist. Das kann manchmal eine Weile dauern, aber es erinnert mich immer daran, dass ist wichtig und wird noch geschrieben!

Moodboards können die verschiedensten Formen haben – sogar Schiller hat mit „Pinnwänden“ gearbeitet. Nur dass er seine Informationen direkt an der Wand befestigte.

Die Tafeln können aus allen möglichen Materialien bestehen: Malpappe, Spanplatten, Bilderrahmen mit Rückwand, bespannt mit Stoff, aus Kork, aus Metall mit Magnetpins, usw.

Zum Pinnen eignet sich alles Mögliche: Fotos, Eintrittskarten, Stadtpläne, Notizzettel und Ideenzettel, Listen, kleine Erinnerungsstücke, Postkarten, Briefe, Zeitungsausschnitte, Fundstücke usw – der Fantasie sind da wirklich kaum Grenzen gesetzt.

Und für mich als Schreiberling kommen an eine Pinnwand: Fotos der Romanlandschaft, meiner Figuren, Ideen-Zettel, Notizen für später, Timelines, teilweise auch der Plot … Stadtpläne …und einiges mehr.

Folgend einige meiner Stimmungstafeln und so wie es aussieht, werde ich diese Woche noch einen Möbeldiscounter besuchen und mir zwei neue Pinnwände besorgen – denn irgendwas ist immer.

Die Stimmungstafel über das Moodboard, in meinem Arbeitsjournal:

moodboard1

Stimmungstafel der Erinnerungen:

moodboard-erinnerungen

Postkartentafel:

postkarten-mood

Pinnwand für eine Geschichte, die noch geschrieben werden will:

roman-mood

Vielleicht konnte ich euch eine kleine Anregung geben, eigene Stimmungstafeln zu gestalten.

Ich wünsche euch viel Spaß und viele Inspirationen!

Caro

Ein Jahr voller Bilder

Fotografieren ist mehr, als ein Selfie von sich machen zu können. Es schärft den Blick für Details, die Umgebung, besondere Situationen, interessante Orte, Menschen… Heute hat beinahe jeder sein Handy dabei und es gibt eine riesige Auswahl kleiner Fotoapparate, die man leicht in der Tasche oder der Jacke mitführen kann.

Wer Spaß daran hat, kann sich ans Bilder bearbeiten heranmachen. Selbst für Anfänger wie mich gibt es Programme, mit denen man interessante Effekte erzielen kann. Ich benutze „GIMP2“, ein gutes Programm für den Einstieg. Ihr könnte eigene Galerien, Fotoalben, Blogs usw. erstellen.

Wie wäre es mit einer Galerie von Hausnummernschildern? Ich liebe Türen und besitze eine Menge Fotos verschiedenster Türen. Es kann auch ein Baum im Wechsel der Jahreszeiten sein.

Aufgabe: Pop Art a la Andy Warhol wäre auch eine spannende Idee. Such dir ein Foto aus und bearbeite es in verschiedenen Formen. Schwarz-weiß, Sepia, knallige Farben usw. Dann druckst du dir die Fotos aus und erstellst dein eigenes Pop Art Bild.

Hier einige Anregungen für ein Jahr voller Bilder:

Sonnenstrahlen

Sonnenaufgang/untergang

Pferde

Einen wilden offenen Raum

Einen großen Eisbecher

Feuerwerk

Ein Blick von deinem Bett aus

Einen alten weisen Baum

Einen fliegenden Vogel

Eine springende Katze

Einen schlafenden Hund

Ein Selbstporträt von einem Fotostand

Eine Berühmtheit

Eine Skyline

Bunte Blumen

Street art

Ein Porträt

Ein Gruppenfoto

Ein Blick aus einem Fenster in deinem Haus

Ein Bild von einer vollen Tanzfläche

Eine Burg, Schloss, Staatsgebäude

Ein atemberaubender Blick

Tänzer

Den Inhalt deiner Tasche (Handtasche)

Ein Babytier

Eine große Menschenmenge

Eine Pflanze in drei Wachstumsstadien, Samen, Spross, Pflanze

Eine Achterbahn/Karussell

Eine alte Landbegrenzung

Bewegtes Wasser

Ein Kuss

Einen selbst gebackenen Kuchen

Einen Marktstand

Ein Porträt eines Fremden

Ein Christbaum

Ein Cocktail

Ein Swimmingpool

Ein Spinnennetz am Morgen

Wolken

Jemand den du liebst

Etwas das du liebst

Einen Regenbogen

Einen Schneemann

Regen auf dem Fenster

Baumrinde

Etwas Gelbes – Blaues – Grünes – Rotes – Pinkes – Weißes – Oranges – Schwarzes

Etwas das du wirklich willst

Denk dir weitere Aufgaben aus.

Als Tipp, der mir selbst geholfen hat. Mach mehrere Bilder deines Sujets/Gegenstandes. Meistens ist eins dabei, dass gut geworden ist 🙂 .

Viel Spaß beim Fotografieren!

Noch mehr Kunst?!

Ein Aufschrei oder Begeisterung auf das, was kommt? Ich kann beide Seiten verstehen. Ich liebe Kunst in allen Formen und Farben und lasse mich gerne überraschen und inspirieren. Ich habe lange gemalt und gezeichnet, bis ich das Schreiben für mich entdeckt habe. Durch eine Reise nach Holland und einen Besuch im Mondrian Museum in Winterswijk, habe ich begonnen mich für die „modernen“ Künstler zu interessieren.

Bei meinem Besuch im Museum hatte ich Räume voll bunter Vierecke erwartet. Stattdessen wurde gezeigt, wie Mondrian und seine Freunde zu der Kunst kamen, die sie berühmt machte. Die Kunst der Reduktion, der Auflösung, Wandlung.

Mondrian selbst war von van Gogh und Rembrand begeistert. Das brachte mich auf die Idee, mit Bildern alter Meister, Mondrians Farben und Formen und Fotos, Collagen zu gestalten. Es gibt viele aufregende Künstler von denen wir lernen und die uns inspirieren können. Kunst ist ein ständiger Wandel. Das ist gut so und spannend.

Kunst kann jeder! Vielleicht jeder eine andere, doch wenn man den ersten Schritt getan hat, mag man sie nicht mehr missen. Kunst soll Spaß machen! Alles, was man aus Freude und Liebe tut, tut gut. Der Alltag ist oft grau und hektisch, ein bisschen „Farbe“ kann helfen ausgeglichener und fröhlicher zu sein.

Die Anlagen wurden uns in die Wiege gelegt. Leider werden sie auf dem Weg ins Erwachsenenleben oft verschüttet. – Das ist kindisch, dilettantisch, naiv, albern usw. – Die kritischen Stimmen sind meistens laut und deutlich zu vernehmen.

Ich wünsche mir, das wir das neugierige Kind in uns aufwecken können und Freude am Ausprobieren und Erleben von Kunst, im weitesten Sinne und mit allen Sinnen, bekommen.