William Kentridge im Liebighaus

Vor circa 10 Jahren besuchte ich das Frankfurter Liebighaus zum ersten Mal und war begeistert. Ich mag schöne Häuser und die Villa Liebig ist ein außergewöhnliches schönes historisches Gebäude. Besonders im oberen Geschoss bekommt der Besucher eine Ahnung, wie es vor der Zeit der Museumsnutzung aussah.

btrhdr

Aktuell zeigt das Liebighaus die Ausstellung von William Kentridge – O Sentimental Machine. Sie dauert noch bis zum 26.08.2018. Es besteht also noch die ein oder andere Gelegenheit sich diese wunderbar inspirierende Ausstellung anzuschauen.

William Kentridge wurde am 28.04.1955 in Südafrika geboren. Er studierte in Europa und Südafrika. Das spannende an der Ausstellung im Liebighaus ist Verbindung zwischen Antike und Moderne. Die Exponate von William Kentridge wurden harmonisch in die bestehende Ausstellung aniker Stücke eingebunden.

Maschine.jpg

Das Werk besteht aus Bildern, Film, Skulptur, automatischen Installationen und lädt zum Verweilen und genauen hinsehen und hinhören ein. Ich hatte teilweise das Gefühl mich in einer anderen Welt zu bewegen. Ich empfand die Ausstellung als sehr sinnlich, scharmant, humorvoll, nachdenklich, märchenhaft, realistisch – und ausgesprochen inspiriend.

William K. 1
Seit meinem Besuch in der Villa Mondrian eine Ausstellung, die mich sehr berührt hat und die ich gerne ein weiteres Mal besuchen möchte.

Und zum guten Schluss: Das Cafe im Liebighaus ist ein schöner Abschluss, um die Ausstellung Revue passieren zu lassen.

Moodboard

Vor Kurzem las ich einen Artikel über Moodboards. Bis dato hießen diese Sammelbretter bei mir noch Pinnwand und wahrscheinlich werde ich den Begriff auch weiter verwenden. Denn Moodboards oder Stimmungstafeln, wie die deutsche Übersetzung lautet, waren meine Pinnwände schon immer.

Schon bevor ich anfing mehr zu schreiben hatte ich Stimmungstafeln Zuhause. Seit ich Romane schreibe, habe ich für das jeweilige Projekt eine eigene Pinnwand, die erst aufgelöst wird, wenn es zu Ende ist. Das kann manchmal eine Weile dauern, aber es erinnert mich immer daran, dass ist wichtig und wird noch geschrieben!

Moodboards können die verschiedensten Formen haben – sogar Schiller hat mit „Pinnwänden“ gearbeitet. Nur dass er seine Informationen direkt an der Wand befestigte.

Die Tafeln können aus allen möglichen Materialien bestehen: Malpappe, Spanplatten, Bilderrahmen mit Rückwand, bespannt mit Stoff, aus Kork, aus Metall mit Magnetpins, usw.

Zum Pinnen eignet sich alles Mögliche: Fotos, Eintrittskarten, Stadtpläne, Notizzettel und Ideenzettel, Listen, kleine Erinnerungsstücke, Postkarten, Briefe, Zeitungsausschnitte, Fundstücke usw – der Fantasie sind da wirklich kaum Grenzen gesetzt.

Und für mich als Schreiberling kommen an eine Pinnwand: Fotos der Romanlandschaft, meiner Figuren, Ideen-Zettel, Notizen für später, Timelines, teilweise auch der Plot … Stadtpläne …und einiges mehr.

Folgend einige meiner Stimmungstafeln und so wie es aussieht, werde ich diese Woche noch einen Möbeldiscounter besuchen und mir zwei neue Pinnwände besorgen – denn irgendwas ist immer.

Die Stimmungstafel über das Moodboard, in meinem Arbeitsjournal:

moodboard1

Stimmungstafel der Erinnerungen:

moodboard-erinnerungen

Postkartentafel:

postkarten-mood

Pinnwand für eine Geschichte, die noch geschrieben werden will:

roman-mood

Vielleicht konnte ich euch eine kleine Anregung geben, eigene Stimmungstafeln zu gestalten.

Ich wünsche euch viel Spaß und viele Inspirationen!

Caro

Noch mehr Kunst?!

Ein Aufschrei oder Begeisterung auf das, was kommt? Ich kann beide Seiten verstehen. Ich liebe Kunst in allen Formen und Farben und lasse mich gerne überraschen und inspirieren. Ich habe lange gemalt und gezeichnet, bis ich das Schreiben für mich entdeckt habe. Durch eine Reise nach Holland und einen Besuch im Mondrian Museum in Winterswijk, habe ich begonnen mich für die „modernen“ Künstler zu interessieren.

Bei meinem Besuch im Museum hatte ich Räume voll bunter Vierecke erwartet. Stattdessen wurde gezeigt, wie Mondrian und seine Freunde zu der Kunst kamen, die sie berühmt machte. Die Kunst der Reduktion, der Auflösung, Wandlung.

Mondrian selbst war von van Gogh und Rembrand begeistert. Das brachte mich auf die Idee, mit Bildern alter Meister, Mondrians Farben und Formen und Fotos, Collagen zu gestalten. Es gibt viele aufregende Künstler von denen wir lernen und die uns inspirieren können. Kunst ist ein ständiger Wandel. Das ist gut so und spannend.

Kunst kann jeder! Vielleicht jeder eine andere, doch wenn man den ersten Schritt getan hat, mag man sie nicht mehr missen. Kunst soll Spaß machen! Alles, was man aus Freude und Liebe tut, tut gut. Der Alltag ist oft grau und hektisch, ein bisschen „Farbe“ kann helfen ausgeglichener und fröhlicher zu sein.

Die Anlagen wurden uns in die Wiege gelegt. Leider werden sie auf dem Weg ins Erwachsenenleben oft verschüttet. – Das ist kindisch, dilettantisch, naiv, albern usw. – Die kritischen Stimmen sind meistens laut und deutlich zu vernehmen.

Ich wünsche mir, das wir das neugierige Kind in uns aufwecken können und Freude am Ausprobieren und Erleben von Kunst, im weitesten Sinne und mit allen Sinnen, bekommen.