Geflechte und Gespinste

Die Inspiration zu diesen Zeichnungen stammt aus der Ausstellung von Chiharu Shiota – Gedankenlinien, die zur Zeit noch im Sinclair Haus Bad Homburg läuft.

 

Durch ein kleines Fenster einsteigen

Die Aufgabe stammt aus dem Buch von Nick Bantok und ist eine von 49 inspirierenden Übungen.

Material: Papier und Bleistift, Druckbleistift oder Fineliner

Zeit: 10 Minuten

Größe: ca. 5×5 cm

Zeichne ein 5×5 cm großes Quadrat . In dieses Quadrat zeichnest du in fünf Minuten so viele Tiere wie möglich. (Wie du das interpretierst, bleibt dir überlassen.)

Dann zeichne ein zweites Quadrat, ca. 5×5 cm, bei dem du eine Seite offen lässt. Zeichne nun so viele Tiere wie möglich, die aus dem Quadrat fliehen. Fünf Minuten Zeit.

Es geht darum etwas Unbeschwertes zu tun, dass dich in Schwung bringt und dir Spaß macht.

Künstlertreff

Diese Idee kommt von Julia Cameron, einer „Kreativitätslehrerin“. Das Buch „Der Weg des Künstlers“ ist empfehlenswert für alle, die sich in ihrer Kreativität eingeschränkt fühlen und einen kleinen „Schubs“ für ihr Selbstbewusstsein brauchen, sich die Freiheit des Künstlers zu gestatten.

Was ist ein Künstlertreff? Eine Plauderstunde mit anderen Kreativen? In diesem Fall nicht.

Ein Künstlertreff ist eine Zeit nur für dich. Das kreative Bewusstsein, der innere Künstler will genährt werden und genau dazu dient der Künstlertreff. Es ist ein wöchentliches Zeitfenster von circa zwei Stunden (wer mag und kann darf auch länger verweilen).

Es ist deine Zeit, die gegen äußere Einflüsse verteidigt werden will und manchmal leider muss. Oft wird es uns als Egoismus ausgelegt, wenn wir uns aus Beziehung/Familie/ bei Freunden ausklinken und sagen, ich bin heute Nachmittag mal weg! Das Problem ist, wenn die anderen merken, wie happy und ausgeglichen wir wiederkommen, dass sie mitgehen wollen.

Doch dies ist nicht der Sinn der Sache! Wir führen nicht Freunde, Familie, Partner spazieren, sondern unseren inneren Künstler. Er soll verwöhnt und beachtet werden. Wir können nur kreativ sein, wenn wir uns auch einmal vom Alltag lösen können, ungestört Impulsen nachgehen, ganz in Ruhe im Hier und Jetzt sein können.

Dieses Künstlertreffen mit sich selbst, muss nicht viel kosten. Es kann ein langer Spaziergang im Park sein, ein Gang über einen Flohmarkt, der Besuch in der Stadtbibliothek, der Besuch in einem Museum (in manchen Museen gibt es Tage, an denen es günstiger oder kostenlos ist), ein Galerie-Besuch, einen Kinofilm anschauen, ein Konzert, einen Poetry-Slam…uä. (In vielen Städten gibt es kostenlose Veranstaltungen. Halte danach Ausschau.)

Aufgaben:

  1. Mach dir eine Liste und schreibe zehn Orte auf, die du für einen Künstlertreff besuchen könntest.
  2. Lege einen Zeitpunkt fest, an dem du deinen Künstlertreff durchführen kannst. Versuche ihn möglichst jede Woche einzuhalten. Rechne mit deinem inneren Schweinehund, einem „schlechten“ Gewissen und wohlmeinenden Menschen, die dich abhalten wollen. Das Ergebnis eines Künstlertreffs spricht jedoch für sich. Wer es einmal anfängt, möchte es nicht mehr missen.
  3. Nimm dir Schreibzeug mit, damit du Gedanken und Ideen festhalten kannst.
  4. Geh los, hab Spaß und genieße die Zeit!

Ein Jahr voller Bilder

Fotografieren ist mehr, als ein Selfie von sich machen zu können. Es schärft den Blick für Details, die Umgebung, besondere Situationen, interessante Orte, Menschen… Heute hat beinahe jeder sein Handy dabei und es gibt eine riesige Auswahl kleiner Fotoapparate, die man leicht in der Tasche oder der Jacke mitführen kann.

Wer Spaß daran hat, kann sich ans Bilder bearbeiten heranmachen. Selbst für Anfänger wie mich gibt es Programme, mit denen man interessante Effekte erzielen kann. Ich benutze „GIMP2“, ein gutes Programm für den Einstieg. Ihr könnte eigene Galerien, Fotoalben, Blogs usw. erstellen.

Wie wäre es mit einer Galerie von Hausnummernschildern? Ich liebe Türen und besitze eine Menge Fotos verschiedenster Türen. Es kann auch ein Baum im Wechsel der Jahreszeiten sein.

Aufgabe: Pop Art a la Andy Warhol wäre auch eine spannende Idee. Such dir ein Foto aus und bearbeite es in verschiedenen Formen. Schwarz-weiß, Sepia, knallige Farben usw. Dann druckst du dir die Fotos aus und erstellst dein eigenes Pop Art Bild.

Hier einige Anregungen für ein Jahr voller Bilder:

Sonnenstrahlen

Sonnenaufgang/untergang

Pferde

Einen wilden offenen Raum

Einen großen Eisbecher

Feuerwerk

Ein Blick von deinem Bett aus

Einen alten weisen Baum

Einen fliegenden Vogel

Eine springende Katze

Einen schlafenden Hund

Ein Selbstporträt von einem Fotostand

Eine Berühmtheit

Eine Skyline

Bunte Blumen

Street art

Ein Porträt

Ein Gruppenfoto

Ein Blick aus einem Fenster in deinem Haus

Ein Bild von einer vollen Tanzfläche

Eine Burg, Schloss, Staatsgebäude

Ein atemberaubender Blick

Tänzer

Den Inhalt deiner Tasche (Handtasche)

Ein Babytier

Eine große Menschenmenge

Eine Pflanze in drei Wachstumsstadien, Samen, Spross, Pflanze

Eine Achterbahn/Karussell

Eine alte Landbegrenzung

Bewegtes Wasser

Ein Kuss

Einen selbst gebackenen Kuchen

Einen Marktstand

Ein Porträt eines Fremden

Ein Christbaum

Ein Cocktail

Ein Swimmingpool

Ein Spinnennetz am Morgen

Wolken

Jemand den du liebst

Etwas das du liebst

Einen Regenbogen

Einen Schneemann

Regen auf dem Fenster

Baumrinde

Etwas Gelbes – Blaues – Grünes – Rotes – Pinkes – Weißes – Oranges – Schwarzes

Etwas das du wirklich willst

Denk dir weitere Aufgaben aus.

Als Tipp, der mir selbst geholfen hat. Mach mehrere Bilder deines Sujets/Gegenstandes. Meistens ist eins dabei, dass gut geworden ist 🙂 .

Viel Spaß beim Fotografieren!

Masken nach Bertram Schüler

Masken bauen ist gar nicht so kompliziert oder teuer, wie man denken mag. Der Frankfurter Künstler Bertram Schüler macht es vor.

Als Werkzeug:

Gute Scheren

Material:

Pappkartons verschiedener Größe und Form

bunte Papiere (zum Bekleben), kann auch aus Zeitschriften, Zeitungen und Katalogen stammen.

Farbe, am besten Acrylfarben (die trocknen schnell) es kann aber auch mit Farbstiften (z.B.: dicke Buntstifte, Wachsmalstifte, Textmarker …) und Tuschkästen gearbeitet werden. Probiert aus, was euch am besten liegt.

Klebeband (auch zum Verzieren) , Klebestifte, uä

Besonderes:

Wer mag könnte auch mit Pappmasche experimentieren

Verzierungen aller Art, Knöpfe, Deckel, Pailletten, Glitzer usw.