Durch ein kleines Fenster einsteigen

Die Aufgabe stammt aus dem Buch von Nick Bantok und ist eine von 49 inspirierenden Übungen.

Material: Papier und Bleistift, Druckbleistift oder Fineliner

Zeit: 10 Minuten

Größe: ca. 5×5 cm

Zeichne ein 5×5 cm großes Quadrat . In dieses Quadrat zeichnest du in fünf Minuten so viele Tiere wie möglich. (Wie du das interpretierst, bleibt dir überlassen.)

Dann zeichne ein zweites Quadrat, ca. 5×5 cm, bei dem du eine Seite offen lässt. Zeichne nun so viele Tiere wie möglich, die aus dem Quadrat fliehen. Fünf Minuten Zeit.

Es geht darum etwas Unbeschwertes zu tun, dass dich in Schwung bringt und dir Spaß macht.

Collagen I

Das Thema einer Collage steht nicht immer gleich fest. Ich sehe ein Bild, einen Gegenstand oder habe einen Gedanken, den ich ausdrücken möchte. Doch wie ich dies ausdrücken oder verarbeiten kann, ist anfangs oft nur eine vage Vorstellung. Sie wächst von Tag zu Tag. Mit der Zeit kommen neue oder andere Stücke dazu, ich ordne die Komponenten hin und her, bis ich das Gefühl habe, so soll es aussehen. Das transportiert meine Idee am besten.

Handys oder Digitalkameras sind dabei eine große Hilfe, da man etwas legen kann, die Komposition fotografieren – eine andere Variante probieren, wieder fotografieren usw. Danach kann man sich ansehen, was passt oder wo man noch etwas verändern kann. Bei Bedarf kann man immer wieder zu einer früheren Komposition zurückkehren.

Oft dauert die Ordnung der Teile zum Endprodukt länger, als die Idee und das Fertigstellen. Manchmal sind es nur kleine Veränderungen, die das Bild spannend oder langweilig erscheinen lassen.

Ein Satz, der mir in diesem Zusammenhang gutgefallen hat:

Das Handwerk der Maler war die Komposition. Sie bemühten sich, die verschiedenen Formen harmonisch abzustimmen.

 

 

Nick Bantok – „Du bist ein Künstler“

Ein tolles Buch mit 49 originellen und pfiffigen Übungen. Z.B.: Durch ein kleines Fenster einsteigen (meine Übung dazu gibt es im Block), Wörter erfinden, Würfelspiel, Collage mit vier Quadraten usw.

Das Buch beginnt mit den Worten:

Wenn sie den Weg zur Kreativität abkürzen möchten … dann ist dieses Buch nicht das richtige für sie. Wenn sie aber Lust verspüren, sich von einem Burschen mit zweifelhaftem Ruf auf verborgenen Pfaden abseits der bekannten schnurgeraden Straßen hierhin und dorthin führen zu lassen, …, dann zögern sie nicht, sich auf dieses Buch einzulassen.

ISBN 978-3-7934-2271-6 Allegria Verlag

William Kentridge im Liebighaus

Vor circa 10 Jahren besuchte ich das Frankfurter Liebighaus zum ersten Mal und war begeistert. Ich mag schöne Häuser und die Villa Liebig ist ein außergewöhnliches schönes historisches Gebäude. Besonders im oberen Geschoss bekommt der Besucher eine Ahnung, wie es vor der Zeit der Museumsnutzung aussah.

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Aktuell zeigt das Liebighaus die Ausstellung von William Kentridge – O Sentimental Machine. Sie dauert noch bis zum 26.08.2018. Es besteht also noch die ein oder andere Gelegenheit sich diese wunderbar inspirierende Ausstellung anzuschauen.

William Kentridge wurde am 28.04.1955 in Südafrika geboren. Er studierte in Europa und Südafrika. Das spannende an der Ausstellung im Liebighaus ist Verbindung zwischen Antike und Moderne. Die Exponate von William Kentridge wurden harmonisch in die bestehende Ausstellung aniker Stücke eingebunden.

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Das Werk besteht aus Bildern, Film, Skulptur, automatischen Installationen und lädt zum Verweilen und genauen hinsehen und hinhören ein. Ich hatte teilweise das Gefühl mich in einer anderen Welt zu bewegen. Ich empfand die Ausstellung als sehr sinnlich, scharmant, humorvoll, nachdenklich, märchenhaft, realistisch – und ausgesprochen inspiriend.

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Seit meinem Besuch in der Villa Mondrian eine Ausstellung, die mich sehr berührt hat und die ich gerne ein weiteres Mal besuchen möchte.

Und zum guten Schluss: Das Cafe im Liebighaus ist ein schöner Abschluss, um die Ausstellung Revue passieren zu lassen.